Henrik Ziert

Henrik Ziert
Mein Name ist Henrik Ziert aus Oechsen welches in der Thüringer Rhön liegt.
Bei uns gab es schon immer Tiere. So wurde mir schon früh das Züchten beigebracht. Als Kind waren es schwarze Zwergwyandotten. Mit den Nackthälsen angefangen hat es bei mir 2005.Auf unserer Kreisschau sah ich erstmals ungewöhnliche Hühner, braun mit weißen Tupfen und leuchtend rotem Hals. So etwas Besonderes wollte ich auch haben. Gesagt getan!

Im kommenden Frühjahr holte ich mir Bruteier von braunporzellanfarbigen Zwergen bei M.Siebert in Tiefenort. Seit dieser Zeit verbindet uns auch eine enge Züchterfreundschaft. Wir besuchen gemeinsam Märkte, Ausstellungen oder die Sommertagung.

In diesem Jahr(06) hatte ich dann auch erstmals Kontakt mit A. Behrendt.
Die Zwerge hatte ich dann allerdings nur 2 Jahre. Ihre Haltung im "Freiflug" sagte meiner Nachbarschaft nicht so zu. Zwischenzeitlich sah ich zufällig im Nachbarort beim Hähnekrähen einen großen schwarzen Hahn. Auf Nachfrage bekam ich im nächsten Frühjahr wiederum Bruteier. Seitdem halte ich nur noch Große. 2010 bekam ich von M. Siebert 4 weiße Hennen die er von Hänichen mitgebracht hatte. Einen passenden Hahn bekam ich 2011 von A. Behrendt. Seitdem bin ich auch Mitglied im Sonderverein.
Die Tipps der Zuchtwarte helfen mir bei meiner Zuchtarbeit sehr. Treffen mit Gleichgesinnten,wie z.B. die Sommertagung, sind Termine, die ich gerne wahrnehme.

2012 habe ich mir bei Schmücking noch Eier der Schwarzen geholt. Seitdem züchte ich rein, von der Einkreuzung einer Sussexhenne mal abgesehen. So kreuze ich jetzt lieber Farbschlag übergreifend, zumal von anderen Rassen manchmal mehr Unliebsames mitkommt, als man möchte. Insgesamt möchte ich sagen: Ich komme jedes Jahr ein Stückchen vorwärts.

Aber es sind noch so viele Baustellen! Diese zu meistern machen jedoch das Züchten erst aus.
Primäre Zuchtziele wären momentan die Beinfarbe der weißen, der Stand und (für mich persönlich) den Bruttrieb wegbekommen. Vielleicht wären unsere an sich schon wirtschaftlichen NH ohne dieses Handicap noch etwas beliebter. Hierzu will ich noch ein kurzes Beispiel geben.

Im September jeden Jahres findet eine (mit von im Kreis gezüchteten Rassen) Volierenschau statt. Als NH Züchter hat man da schon etwas zu leiden! Federfresser, Geier usw. hat bestimmt jeder von uns schon einmal gehört. Wenn die Gäste dann hören, dass es sich hier um altes Kulturgut geht, die Rasse gute Leger sind und nach einem glücklichen Leben beim Züchter noch einen guten Braten abgeben sieht die Sache schon anders aus.

Ich bin auf der Suche nach etwas Besonderem bei den Nackthälsen fündig geworden! Ich gehe momentan jährlich mit je einem Stamm schwarzen und weißen in die Zuchtsaison. Ich versuche, bei einer Brut, dann auf 50 Küken zu kommen. Diese müssen bei mir ausreichen, um einen Zuchtfortschritt zu erzielen.
Im kommenden Jahr möchte ich vielleicht mal versuchen im weißen Stamm einen Rosenkamm und einen Einfachkamm 1.0 laufen zu lassen. Des Weiteren würde ich eventuell mal eine 0.1 Reichshuhn mitlaufen lassen. Neben unseren geliebten NH findet sich bei uns zu Hause eigentlich alles an Kleintieren. Eine Nebenliebe von mir sind auch Thüringer Heimatrassen wie etwa Flügeltauben, Silber Schwarz getupfte Barthühner und Blaue Steinbacher Gänse.